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Über das Projekt
Wovon wir ausgehen, wonach wir suchen und wie wir arbeiten.
Worum es geht
Neigung sammelt, was Forschung und Daten über Homosexualität, Bisexualität und Queerness sagen: wie häufig sie sind, woher sie kommen, wie queere Menschen leben, wählen und Familien gründen, wie es ihnen gesundheitlich geht und wie die Welt rechtlich und gesellschaftlich mit ihnen umgeht.
Das Thema ist politisch aufgeladen. Beide Lager haben Befunde, die sie lieber nicht hören. Wir berichten sie trotzdem, sachlich und mit Angabe, wie sicher sie sind. Das Projekt will weder Aktivismus noch Abwertung betreiben, sondern den Stand der Forschung abbilden.
Wie wir arbeiten
- Eigene Auswertungen. Wo es offene Daten gibt, rechnen wir selbst nach. Code und Ergebnisse liegen im Projekt, jede Zahl in einem Artikel ist aus ihnen erzeugt.
- Geprüfte Quellen. Jede Studie steht mit Prüfstatus im Quellenverzeichnis: gelesen, nachgerechnet oder umstritten.
- Auch unbequeme Befunde. Wir berichten, was die Forschung findet, auch wenn es unbequem oder politisch heikel ist. Mehrheitsfähigkeit ist kein Kriterium.
- Belegstärke offen. Wir sagen, wie sicher ein Befund ist. Wo keine Studie existiert, nennen wir das eine Forschungslücke, nicht einen Gegenbeweis.
- Thesen bleiben Thesen. Manche Artikel prüfen eine Annahme. Befunde, die gegen sie sprechen, gehören deshalb in den Artikel.
Grenzen
Aussagen über Gruppen und Durchschnitte sagen nichts über einen einzelnen Menschen. Die sexuelle Orientierung wird fast immer per Selbstauskunft erhoben; Frageform, Erhebungsweg (Telefon, Online-Panel, Zensus) und gesellschaftliches Klima verändern die Antworten stark. Ländervergleiche sind deshalb nur so gut wie die Vergleichbarkeit der Umfragen, und wir nennen die Methode jeweils mit. Viele Studien stammen aus den USA; was dort gilt, muss für Deutschland nicht gelten.